Angststörungen und Panik

Die Angstreaktion
Angst ist zunächst eine ganz normale instinktive Körperreaktion, die gebraucht wird, um in gefährlichen Situationen zu flüchten oder zu kämpfen. Ein Mechanismus, der schon in grauer Vorzeit gebraucht wurde, wenn ein gefährliches Tier aus seiner Höhle kam. Adrenalin wird freigesetzt, die Muskeln aktiviert, Herzschlag und Atmung beschleunigen sich und die Verdauung wird eingestellt.
Bedrohung im Kopf
Wenn wir nur denken, dass wir in einer bedrohlichen Situation sind passiert genau dasselbe, da unser Körper nur ein biologisches Reaktionsmuster auf Gefahren kennt. Auch jetzt wird Adrenalin ausgestoßen, das Herz rast, der Blutdruck steigt, die Atmung beschleunigt sich. Weil wir nun weder flüchten oder kämpfen müssen, verstärken die Symptome die Angst und häufig kommt noch Unruhe, Unwirklichkeitsgefühle, Zittern oder Magenschmerzen dazu.
Das Unterbewusstsein
Alles, was wir im Leben erlebt haben, ist in unserem Unterbewusstsein von der ersten Lebenssekunde an in Form von Bildern, Gefühlen und Gedanken gespeichert. Nichts geht verloren, es ist nur nicht bewusst. Das Unterbewusstsein hat keine Vorstellung von Zeit. Das Gehirn lernt dadurch, dass es vergleicht. Es vergleicht, dass eine Situation so ähnlich ist, wie eine Situation aus der Vergangenheit. Ein Mensch, der panische Angst vor dem Alleinsein hat, bringt diese Tatsache nicht mehr mit einem Ereignis zusammen, das 25 Jahre her ist. In der Hypnotherapie stellt er zum Beispiel fest, dass er mit 5 Jahren seine Eltern im Kaufhaus verloren hat und diese 1 Stunde in Panik gesucht hat. Das Gehirn vergleicht jetzt. Alleinsein ist wie die Situation im Kaufhaus, obwohl er schon erwachsen ist. Das Unterbewusstsein kennt eben keine Zeit.
Lösungsmöglichkeiten
In der Hypnotherapie-Sitzung werden alle Ereignisse, Bilder, Muster und Programmierungen aufgespürt, die mit der Angst zu tun haben. Das Unterbewusstsein lernt, dass diese Ereignisse der Vergangenheit angehören und aus heutiger Sicht diese Erfahrung der Angst nicht mehr benötigt wird.

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Phobien